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Die ING Diba führt “Kwitt” ein. Und weitere Produkt-News

ING Diba integriert die Sparkassen-Geldsende-Funktion “Kwitt”

Die ING Diba unterhält zur übrigen Deutschen Kreditwirtschaft ja ein eher opportunistisches Verhältnis. Als sich vor ein paar Jahren – nur mal als Beispiel – das Scheitern des (bankeneigenen) Online-Bezahldiensts Paydirekt abzeichnete, stellte die Oranje-Bank kurzerhand ihre Anteile zum Verkauf; und als das Management vor ein paar Monaten zu der Überzeugung kam, dass die Visa-Debit irgendwie besser in die Kartenstrategie passt als die (bankeneigene) Girocard, wurde Letztere kurzerhand mit einem monatlichen Preisschild versehen.

Vor diesem Hintergrund ist insofern zumindest bemerkenswert, dass die deutsche ING dieser Tage still und leise die ursprünglich von den Sparkassen entwickelte P2P-Payment-Funktion “Kwitt” in ihre Angebotspalette integriert – wobei der Vollständigkeit halber hinzuzufügen ist, dass Kwitt ja gar nicht mehr Kwitt heißt, sondern im Zuge der #DK-Giropay-Paydirekt-Fusionsnummer unters Giropay-Branding gepackt wurde (als “Giropay Geldsenden” oder so ähnlich).

Seit Ende Juli ist das Feature bei der ING Diba nun live. Relativ flott mit drei Klicks aktivierbar für Bestandskunden mit Girokonto. Vielleicht verleiht die größte deutsche Online-Bank mit ihren mehr als neun Millionen Kunden dem Giropay-System ja tatsächlich Schub. Nötig wär’s ja mal. Zur Einordnung: Die jüngste Payment-Studie der Bundesbank (siehe -> “10 Erkenntnisse aus der großen Payment-Studie der Bundesbank”) hatte im Bereich der P2P-Zahlungen in Deutschland für Paypal einen Marktanteil von satte 91% ermittelt – und für Giropay/Kwitt schmale  7%.


Weitere Snippets rund um “Produkt & Kunde”

  • Nach der ING Diba (siehe unser Sommerpausen-Rückblick) bietet nun auch die Consorsbank wieder verzinste Sparprodukte an: 0,5% zahlt die BNP-Paribas-Tochter seit Ende Juli für längstens 6 Monate und maximal 250.000 Euro aufs Tagesgeld – was insofern die Dramatik der Ereignisse am Zinsmarkt gut beschreibt, als dass die Consorsbank ebene jene Bank war, die im Frühjahr als eine der letzten negative Zinsen auf Guthaben eingeführt hatte.
  • Die Norisbank hat ihre eigentlich für Juli angekündigte Einführung von Kontoführungsgebühren auch für Bestandskunden ohne Geldeingang (siehe unsere damalige Meldung) offenbar verschoben – zumindest ist das Preis- und Leistungsverzeichnis weiter auf dem alten Stand, laut dem Bestandskunden von der Gebühr ausgenommen sind
  • Mit der PSD Bank München erklärt nun auch eine der ersten kleineren (Bilanzsumme: 2,2 Mrd. Euro) Genobanken die Debitkarte zum “Top of Wallet”-Produkt. Im Girokonto kostenlos enthalten ist eine “Visa Direct Debit”, die Girocard wird hingegen mit luftigen 20 Euro bepreist und ist aus der hauseigenen Kartenübersicht bereits ganz verschwunden.
  • Die Berliner Neobank Vivid Money tastet sich ans Kreditgeschäft heran und gewährt ihren Kunden unter dem Titel “Vivid Now” nun u.a. einen Dispokredit von bis zu 5000 Euro und Ratenzahlungen in 3 Tranchen auf bereits getätigte Zahlungen über 20 Euro an.

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