„Fintech-Frauen“-Serie (Teil XIX)

Hier kommt Nina Pütz, die neue Chefin von Ratepay

30. August 2020

Von Heinz-Roger Dohms

Stimmt schon: In der deutschen Fintech-Branche herrscht ein krasses Männer-Übergewicht. Was aber nicht bedeutet, dass das auf alle Zeiten so bleiben muss. In unserer Serie „Hier kommen die Fintech-Frauen“ stellt Finanz-Szene.de jeden Tag eine spannende Managerin oder eine aufstrebende Mitarbeiterin eines deutschen Finanz-Startups vorstellen. Heute, Teil XIX.

Nina Pütz, 42 Jahre

Ich bin:

Die neue Ratepay-Chefin innerhalb der Nets Gruppe

Das heißt?

Als „Head of Ratepay“ arbeite ich in einer beratenden Funktion eng mit dem Führungsteam zusammen und bin dabei schwerpunktmäßig für die Bereiche Marketing und Vertrieb verantwortlich. 

Vorher war ich:

zwei Jahre lang CEO und Geschäftsführerin des Online-Shopping-Clubs „brands4friends“ und 15 Jahre in verschiedenen leitenden Positionen bei eBay tätig. 

Wenn ich nicht in der Fintech-Branche gelandet wäre, dann …

wäre ich entweder dem Online-Retail treu geblieben oder hätte eine internationale Konzernkarriere verfolgt.

Welche Trends in der Fintech-Branche sind aktuell für besonders relevant?

Ich halte die Themen Künstliche Intelligenz und Kundenfokus für sehr relevant.  Das Kundenerlebnis wird bei Produkten und Services immer wichtiger. Mit Hilfe von KI können wir die Bedürfnisse unserer Kunden analysieren und gezielter auf diese eingehen.

Warum arbeiten nicht mehr Frauen in der deutschen Fintech-Branche?

Es gibt viele Frauen in der Fintech-Branche, aber nur wenige in Tech-Rollen. Das hängt mit unserem Bildungssystem und den Stereotypen zusammen, die wir von der Gesellschaft vermittelt bekommen. Demnach ist das Tech-Thema immer noch ein Männerthema, welches Mädchen oder Frauen nicht sonderlich interessiert, worin sie angeblich nicht gut sind oder das nicht weiblich genug ist.

Was muss sich ändern, damit es in 2-3 Jahren deutlich mehr sein werden als heute?

Wir müssen in der Bildung ansetzen und Tech-Themen für Mädchen interessanter machen.  Gleichzeitig benötigen wir in der Gesellschaft, aber auch in Schulen weibliche Vorbilder, die den jungen Mädchen symbolisieren, dass man als Frau genau das gleiche Potential wie ein Mann besitzt, in einem Tech-Thema gut zu sein und darin Karriere zu machen. Es gibt keine geschlechterspezifischen Barrieren außer die, die wir selbst errichten. 

Diese Fintech-Managerin finde ich inspirierend:

Miriam Wohlfarth. Sie prägt die gesamte Fintech-Branche und hat ein erfolgreiches Unternehmen mit einer tollen Kultur aufgebaut. Wir beide ergänzen uns bestens, und ich freue mich riesig auf die Zusammenarbeit mit ihr!

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